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Das britische Heer war über alle Besitzungen verstreut, um dort den Herrschaftsanspruch aufrecht zu erhalten. Zum Kampf gegen die Buren mußten die Briten deshalb die Reserve der Heimatarmee anzapfen.

Von Dr. Elmar Heinz

 

Der Herzog von Cambridge, lange Jahre Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte, rang den Niederlagen bei Kriegsbeginn etwas Tröstliches ab: „Der Krieg in Südafrika geht vorläufig nicht besonders, über seine politische Seite und Entstehung läßt sich viel sagen. Aber er gibt dem englischen Adel Gelegenheit, zu zeigen, daß er noch zu sterben weiß, und das freut mich“.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die britische Armee bis auf sieben Jahre ununterbrochen viele kleine Einzelkonflikte in allen Ecken der Welt durchgefochten. Deren Erfahrungen waren für die jeweils folgenden kaum brauchbar und auch nicht systematisch ausgewertet worden.

 

 

 Dementspechend mußten Versorgung und Bekleidung von Fall zu Fall improvisiert werden. Auch hatte der britische Offizier es hierdurch nicht gelernt, in größeren Truppenverbänden (also ab der Brigade aufwärts) zu führen. Der verbundene Kampf aller Waffen blieb ihm weitgehend fremd. In einem Großmanöver gewonnene Erfahrungen hätte man allerdings kaum auf Südafrika mit seinem völlig anderen Gelände übertragen können.

Der beständige Wechsel führte unter anderem dazu, daß Offiziere ihren Dienstposten erst kennenlernten, wenn ihnen die Kugeln schon um die Ohren flogen. Das wiederum führt zu massiven Führungsfehlern, da Generale und Offiziere nicht richtig miteinander kommunizieren. Die Niederlage der Briten unter Colley von Majuba 1881 im ersten Burenkrieg zeigt dies anschaulich. Hier bewirkten mangelhafte Kommunikation und Führungsfehler ein Desaster.

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Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 04 ab Seite 234

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