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Vizeadmiral Gerdes war im Reichsmarineamt für Artilleriefragen zuständig. Als direkter Mitarbeiter von Staatssekretär Alfred von Tirpitz trug er damit direkte Verantwortung dafür, daß die zahlenmäßig unterlegene kaiserliche Marine mit besserer Bewaffnung 1916 am Skagerrak den Briten einen Achtungserfolg abrang. Lesen Sie erstmals, was Gerdes seiner Familienchronik anvertraute.

Von Dr. Elmar Heinz und Alexander von Renz

„Eh der Tag erwacht und der Morgen graut hat der Kaiser schon an der Flotte gebaut“ – mit diesem Reim spottete der Simplizissimus über die deutsche Rüstung zur See. Wilhelm II. war in seiner familiären Anbindung an das englische Herrscherhaus fast zwangsläufig auch von der englischen Marine fasziniert. Doch über diese gefühlsmäßige Bindung hinaus gab es wesentliche Gründe für den Aufbau einer einsatzfähigen deutschen Hochseeflotte. Die Sicherung des Reiches stand hier im Vordergrund.

Man sprach aber nicht von der „Wilhelm-Flotte“, sondern von der „Tirpitz-Flotte“. Der langjährige Staatssekretär, nach heutigem Wortgebrauch Minister, war für den Bau dieser Hochseeflotte zuständig. In zahlreichen Tirpitz-Biographien sucht man einen Namen vergebens: Gerhard Gerdes. Vizeadmiral Gerdes war maßgeblich dafür verantwortlich, daß die Schiffe der deutschen Marine mit leistungsfähiger Artillerie, entsprechenden Feuerleiteinrichtungen und durchschlagsstarken Granaten bewaffnet waren. Der Nachlaß Gerdes‘ ist deshalb von besonderem Interesse. Wir haben ihn gefunden und hier erstmals ausgewertet.

Der Wert des Gerdes-Nachlasses. Wer dieser Mann war, lag bisher im Dunkeln. Im Findbuch des Militärarchivs in Freiburg taucht Gerdes nur einmal im Briefwechsel mit Tirpitz auf. Die archivalische Überlieferung zur Marine-Artillerie-Kommission in Freiburg ist nur noch in Splittern erhalten.

Gerdes erwähnt in seiner Chronik, daß dieses Buch wie „seine Kriegsakten“ Teil seiner Überlieferung seien. Es dürfte sich also um seine Handakten handeln, die er bei Kriegsende mitgenommen haben dürfte, vielleicht um sie über die turbulenten Umbruchszeiten zu retten. Diese „Sicherung“ wäre dann einer der Gründe dafür, daß der Aktenbestand in seinem Tätigkeitsbereich so zersplittert erhalten ist. Die Handakten lagen nicht zur Auswertung vor. Deshalb hat die Chronik des Admirals z.D. als Quelle eine umso größere Bedeutung. Tatsächlich enthält sie einige Aussagen zum Wirken des Admirals, zum Verständnis Kaiser Wilhelms II. von Marinefragen und zu den Querelen innerhalb der Marineleitung. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 13 auf den Seiten 876 bis 889. 

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