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„Im Dienste der Sicherheit – Polizei in Deutschland nach 1945“ war das Thema der 15. Ausstellung des „Rheinischen Sammlerkreises“ und die fünfte, die im Kleinen Saal des Kultur- und Medienzentrums der Stadt Pulheim stattfand. Den Erlös spendeten die Veranstalter für einen wohltätigen Zweck.

An den beiden Ausstellungstagen 4. und 5. Mai 2013 besuchten 463 geschichtlich Interessierte diese Ausstellung, die den Bogen spannte von den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, in denen in den besetzten Gebieten schon wieder deutsche Ordnungskräfte tätig waren, während die Front weiter in Richtung Berlin wanderte, über belastete Polizeibeamte im Nachkriegsdeutschland, die politischen Reaktionen auf den „Kalten Krieg“ und den „Ost-West-Konflikt“, die RAF und ihre politischen Ableger bis hin zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten.

 Die besondere Situation Berlins wurde von einem Polizeibeamten thematisiert, welcher eigens hierzu aus Berlin angereist war. Die spezielle Situation in der SBZ bzw. der DDR wurde fachkundig von zwei Polizeibeamten aus Sachsen-Anhalt dargelegt. Über die Uniformierung der Polizei in Nordrhein-Westfalen ab 1945 informierte ein Polizeibeamter aus Remscheid, aus dessen riesigem Fundus 17 Schaufensterpuppen stammten, von denen einige die Besucher gleich am Eingang begrüßten. Diese vier sowie zwei Mitglieder des „Rheinischen Sammlerkreises“ repräsentierten die „Deutsche Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V.“, welche ebenfalls für die Teilnahme an diesem Projekt gewonnen werden konnte. Polizeiliche Hilfsmittel zur Tatortsicherung, zur Spurensicherung, zur Kommunikation oder auch zur Verbrechensvorbeugung rundeten das Thema ab, Dioramen zu verschiedenen Einsatzlagen (z.B. „Castortransport“) boten erstaunlich detailgetreue Einblicke in den polizeilichen Alltag. 

Polizei-aausstellung-erft-kuratorium-patronensammlerWeitere Höhepunkte waren neben Oldtimern des „Deutschen Polizeimuseum Salzkotten“ auch Fahrzeuge von Mitgliedern des „Ford Oldtimer und Motorsport-Club e.V.“, welche Ausstellungen des Rheinischen Sammlerkreises regelmäßig nutzen, um ihre Schätzchen historisch interessierten Bürgern zu zeigen. Zudem bot die Hundestaffel des PP Köln am Sonntagnachmittag eine Demonstration der Arbeit dieser vierbeinigen Polizisten.

Sehr erfreulich war aus Sicht der Aussteller, dass der Leistungskurs Geschichte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu einer Separatführung gekommen war, um „Geschichte zum Anfassen“ zu erleben. Auch Mitglieder des „Verein für Geschichte Pulheim e.V“ nahmen die Gelegenheit wahr, am Abend vor der Eröffnung der Ausstellung durch den Bürgermeister Pulheims, Frank Keppeler, sowie die Stellvertretende Landrätin des Rhein-Erft-Kreises, Christa Schütz, in einer Sonderführung der Thematik näher zu kommen.

Der Rheinische Sammlerkreis besteht aus Mitgliedern der „Patronensammlervereinigung e.V.“ und des „Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V“.

Den Erlös aus dem Verkauf der 200 Seiten starken Begleitschrift, von Kaffee und Kuchen sowie eingegangenen Spenden spendenten die Veranstalter in den Fond „Cents für Pänz“, welcher sich um sozial benachteiligte Kinder in Pulheim kümmert – mehr noch: Der Vorstand des „Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V“ stockte die Summe von 525,57 Euro um weitere 500 Euro auf. So brachte die Polizeiausstellung 1025,57 Euro für einen wohltätigen Zweck.