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Das Eiserne Kreuz wandelte sich von seiner Stiftung 1813 bis zum Ende der Hohenzollernmonarchie im Jahre 1918 von einem rein preußischen Ehrenzeichen zu einem gesamtdeutschen, zu einem Nationalsymbol.

Von Dr. Frank Wernitz

Vor 200 Jahren rief der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) das Eiserne Kreuz ins Leben – die bis heute bekannteste deutsche militärische Tapferkeitsauszeichnung.

Die Stiftung am 10. März 1813.

Der vollständige militärische Zusammenbruch der preußischen Monarchie im Oktober 1806 leitete im Königreich eine Phase ein, die als „Krieg im Frieden“ bezeichnet werden kann. Durch die französische Besatzungspolitik begann bei den eher unpolitischen, lediglich zu Pflicht und Gehorsam erzogenen mittleren und niederen Bevölkerungsschichten ein Stimmungswandel. Die Begriffe „Freiheit, Ehre, Vaterland“ führten nach und nach zu einer kollektiven Identitätsbildung. Dem Bekenntnis zur Nation und zum Nationalstaat kam allmählich der Vorrang zu; aus einer Denkkategorie wurde ein Handlungsziel.

 

 Der militärischen Niederlage folgten Fehlersuche und Reformvorschläge. Die wurden von vornherein in den Dienst der nationalen Befreiung gestellt und beförderten so die notwendigen Veränderungen in Staat und Armee. Den Militärreformern Gerhard Johann David von Scharnhorst (1755-1813) und August Neidhardt von Gneisenau (1760-1831) war vor allem daran gelegen, die männliche Bevölkerung Preußens zu motivieren. Sie sollten aktiv als Bürger an der Politik teilnehmen und aus dieser Identifikation die Motivation zur Erfüllung ihrer soldatischen Pflicht ableiten. Aus dem Untertan sollte ein Staatsbürger werden.

 

Den Vaterlandsverteidigern sollten deshalb auch soziale Anerkennung gewährt und Belohnungen in Aussicht gestellt werden. Die bisherigen preußischen Orden und Ehrenzeichen waren dafür nicht geeignet. Deshalb mußte eine Auszeichnung geschaffen werden, für deren Erwerb nicht mehr ständische, sondern leistungsorientierte Kriterien ausschlaggebend waren. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 10 ab Seite 676. 

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Empfehlenswerte Literatur:

VM_031_Wernitz_EK_200Wernitz, Frank: Das Eiserne Kreuz 1813 – 1870 – 1914. Geschichte und Bedeutung einer Auszeichnung. 850 Seiten, zwei Bände mit Hartkarton-Schuber, rund 1600 Farbfotos und mehr als 340 Detailbeschreibungen von Eisernen Kreuzen inkl. Maß- und Gewichtsangaben. Preis: 149,00 Euro.