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asfa wossen Asserate haile selassie Kaiser Afrika 9783549074282Was haben jamaikanische Rastafaris mit Benito Mussolini zu tun? Dieses Buch zeigt, wie Haile Selassie das Vorbild der einen und der erbitterte Gegner des anderen wurde.

Haile Selassie, Kaiser von Äthiopien, war eine der bedeutendsten politischen Gestalten des 20. Jahrhunderts. Sein Großneffe Prinz Asfa-Wossen Asserate, der seit langem in Deutschland lebt, hat ihn noch persönlich gekannt und verfügt über exklusiven Zugang zum Familienarchiv. Er legt nun die erste fundierte, umfassende Biographie Haile Selassies vor, zugleich ein großartiges Porträt der faszinierenden Geschichte seines Heimatlandes.

Haile Selassie war Nachkomme eines Geschlechts, das sich auf König Salomon zurückführt, Vorreiter der afrikanischen Einheit und Unabhängigkeit, Verbündeter der Alliierten gegen die faschistischen Achsenmächte und Messias der jamaikanischen Rastafari-Bewegung. Er war Reformer und Autokrat, der am Ende von kommunistischen Putschisten gestürzt und ermordet wurde. Haile Selassie, König der Könige, war eine ebenso beeindruckende wie schillernde Persönlichkeit, die Prinz Asserate glänzend zu porträtieren weiß.

 

Asserate, Asfa-Wossen: Der letzte Kaiser von Afrika. Triumph und Tragödie des Haile Selassie.

416 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 22 cm × 14,5 cm, Berlin 2014. Preis: 24,99 Euro

 
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Dieses Tuch aus der Anfangsphase des Ersten Weltkriegs trägt das Motto „Wir wollen und müssen siegen!“. Solche Tücher waren populär. Wir zeigen, welche Ereignisse der ersten Kriegswochen dargestellt sind.

Von Dr. Dirk Ziesing

Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert lieferten kriegerische Ereignisse Anlässe für bedruckte Tücher, die einerseits der Information und als Andenken dienten, andererseits aber auch zu Propagandazwecken genutzt wurden. Auf deutscher Seite erlebten diese annähernd quadratischen Stoffstücke eine Hochkonjunktur im Französisch-Deutschen Krieg 1870/71 (s. RWM 02). Der aufkommende maschinelle Tuchdruck und die Entwicklung chemischer Farbstoffe ermöglichten eine Massenproduktion zu erschwinglichen Preisen.

Nachdem man ein paar Jahrzehnte lang mit entfernten Kriegsschauplätzen wie dem Russisch-Türkischen Krieg 1877/78 und dem Boxeraufstand 1900/01 vorlieb nehmen mußte, beflügelte die Euphorie zu Beginn des Ersten Weltkriegs erneut das Geschäft der Tuchdrucker.

Das Tuch im Detail. Zu den ersten Informationstüchern zählt eine Zusammenfassung der frühen Kriegserfolge auf deutscher Seite. Dieses Tuch dürfte bereits im August 1914 erschienen sein. Am 8. August schrieb der Publizist Maximilian Harden in der Zeitschrift Zukunft: „Siegen wollen wir. Siegen müssen wir“. Das Tuch trägt über dem von Lorbeer eingerahmten Bild Kaiser Wilhelms II. den entsprechenden Aufruf: „Wir wollen und müssen siegen!”

Handstreich von Lüttich geglückt. Am 4. August waren deutsche Truppen ohne vorherige Kriegserklärung in Belgien einmarschiert. Oben links ist das Bild einer ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1038 bis 1041. 

Die RWM-Depesche 15 können Sie im RWM-Kiosk online durchblättern und bestellen.

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In Lenzburg findet alle zwei Jahre das "Freischarenmanöver" statt. Es zeigt unter anderem, wie Jugendliche sicher mit Schußwaffen umgehen können.

rwm-lenzburg-freischar-kadetten-jugendfest-2014Seit dem Jahr 1852 nehmen Freischaren am Jugendfest der Stadt Lenzburg im Kanton Aargau teil. Damals bestimmte der Stadtrat, "dass den jungen Leuten, die am Fest den Kadetten entgegenstehen werden, eine Flasche Wein und Brot per Mann auf Kosten der Gemeinde abgegeben werden". Die Freischarenmanöver erinnern an die Kadettenerziehung, die im Kanton Aargau bis Dezember 1972 Teil der Schulausbildung gewesen war.

Das Kadettenkorps wurde 1974 aufgelöst. Seitdem betreut die Freischaren-Commission ein freiwilliges Kadettenkorps, das alle zwei Jahre in der Jugendfestwoche bei einem Manöver "wilden Horden der kriegs- und beutelüsternen Freischaren" entgegentritt. Seit dem Jugendfest 2000 können auch Mädchen im freiwilligen Kadettenkorps mitwirken. Das freiwillige Kadettenkorps setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie der 5. Primarklasse zusammen.

Das Freischarenmanöver 2014 fand am zweiten Juliwochenende statt. Ein Film auf der Netzseite der Stadt Lenzburg zeigt das Manöver. Die Neue Zürcher Zeitung hat auf ihrer Netzseite der Veranstaltung eine Bildergalerie gewidmet.


 


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Das Kriegsbild war im Reich noch während der ersten Kriegsmonate durch die Publizistik bestimmt, die Rekurs auf den Sieg von 1870/71 nahm. Schnell überstrahlte ein neuer Mythos das Scheitern im Westen.

Von Martin Grosch

2. September, sagen wir im Jahr 1895: Feierlichkeiten allenthalben im Deutschen Kaiserreich. Das Brandenburger Tor ist festlich geschmückt, Paraden, schwarz-weiß-rot beflaggte Häuser und patriotische Reden prägen das öffentliche Bild. Die Kinder haben schulfrei. Ein Nationalfeiertag, wie er im Buche steht. Wie kein zweiter Tag steht der Sedan-Tag für die Erinnerungskultur an den französisch-deutschen Krieg von 1870/71 (s. RWM 02). Alle zwei Jahre wurde die entscheidende Schlacht gegen die Franzosen vom 2. September 1870 bei Sedan noch einmal gedanklich siegreich durchgespielt, ja durchgekämpft. Die nationalen Hochgefühle, der Rausch und die Empfindungen waren real und ergriffen nicht nur die bürgerlichen Kreise im Reich. „Sedan“ war für die Deutschen mehr als nur eine gewonnene Schlacht – es war der Gründungsmythos einer neuen Nation. Deutlich zeigt dies ein Sedan-Büchlein, das zum 25jährigen Jubiläum 1895 in der Reihe „Neue Volksbücher“, die von der „Vereinigung von Freunden christlicher Volksliteratur“ herausgegeben wurden. „Die großen Siege unseres Volkes im Jahre 1870/71“ läßt hier der Autor R. von Restorff noch einmal aufleben. „Für das Vaterland zu leben und zu sterben, ist des deutschen Mannes höchster Ruhm“, betont er gleich zu Beginn, um dann im weiteren Verlauf über Kriegsausbruch und -verlauf den 2. September als „Gottesgericht“ zu glorifizieren und religiös zu überhöhen: ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1034 bis 1037. 

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Preußen und Bayern verfügten schon vor 1914 über militärische Fliegertruppen, die Flugapparate schwerer als Luft nutzten. 1914 wurden diese schwachen Maschinen als fliegende Augen der Führung eingesetzt.

Von Martin Brehl

Mit dem Flugzeug führte das preußische Militär das dritte System in der Luft ein. Während Ballon und Luftschiff „leichter als Luft“ sind, handelt es sich hier um das System „schwerer als Luft“. Um die Einführung wurde im Vorfeld heftig gestritten. Der Generalstab setzte sich für die Erprobung ein. Das Kriegsministerium hingegen lehnte es ab, für das sehr wenig leistungsfähige Flugzeug Gelder bereitzustellen. Dort wurde argumentiert, daß es unklug sei, zum damaligen Zeitpunkt die knappen Gelder in ein derartig fragwürdiges Mittel zu investieren. Stattdessen solle man sich auf die Weiterentwicklung der Luftschiffe zur Kriegstauglichkeit konzentrieren und zivile Entwicklungen im Flugsektor abwarten. Dieses Argument läßt es sich mit dem Wissen von 1909 durchaus nachvollziehen.

Militärischer Eigenbau zerschellte. Nach dem Beschluß, Flugzeuge durch das Militär zu erproben, stellte sich die nächste Frage. Sollte man ein Flugzeug auf dem Markt kaufen oder es selbst fertigen? Man entschloß sich zu letzterem. Der Dreideckerentwurf des Regierungsbaurates a. D. Hoffmann wurde angenommen und ab März 1909 ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1032 bis 1033. 

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Als Allgemeinwissen gilt, daß das deutsche Feldheer 1914 dem „Schlieffen-Plan“ folgte, als es durch Belgien und Nordfrankreich auf Paris vorrückte. Doch dies stimmt so nicht. Wir haben für Sie aus den erhaltenen Akten herausgearbeitet, was Schlieffen in Studien bis 1906 wirklich erarbeitet hat – und was 1914 davon anwendbar war.

Von Dr. Frank Buchholz

Auf seinem Sterbebett sollen die letzten Worte des Generalfeldmarschalls Alfred Graf von Schlieffen am 4. Januar 1913 gewesen sein: „Macht mir den rechten Flügel stark!“ Damit setzte die Legendenbildung ein, die in den 1920er und 1930er Jahren durch Vertreter der „Schlieffenschule“ wie Foerster, Groener oder Greiner betrieben wurde. Das waren dieselben Generalstabsoffiziere, die vor 1914 durch Schlieffens Schule gegangen waren. Nach dem Krieg arbeiteten sie im Reichsarchiv die Geschichte des Weltkriegs auf. Schlieffens Schüler waren darum bemüht, die Deutungs- und Interpretationshoheit über diese Kriegsgeschichte zu behalten. Der durch Moltke (den Älteren) und Schlieffen geprägte Generalstab sollte weiterhin als „Genius des Krieges“ erscheinen, dem die Niederlage von 1918 nicht angelastet werden konnte.

Für die Schuld an der Niederlage mußten andere herhalten. Laut „Dolchstoßlegende“ hatten perfide sozialistisch und kommunistisch geprägte Revolutionäre im November 1918 dem „im Felde unbesiegten Heer“ hinten die Niederlage bereitet. In einer weiteren Legende wurde die Schuld an der Niederlage in der Marneschlacht im September 1914 dem jüngeren Moltke, Generaloberst v. Bülow als Oberbefehlshaber der 2. Armee und Oberstleutnant Hentsch zugewiesen, der als Abgesandter der Obersten Heeresleitung (OHL) zwischen Großem Hauptquartier und den Armee-Hauptquartieren hin- und herpendelte. Alle drei Herren waren bereits während des Krieges oder kurz danach verstorben und konnten sich nicht mehr wehren. 

Die Legende vom Schlieffen-Plan. Diese Legende sagte, daß der deutsche Generalstab mit dem „Schlieffen-Plan“ über ein „unfehlbares Siegesrezept“ verfügte: Nach diesem Plan habe ein Vormarsch in drehtürartiger Bewegung durch Belgien und Nordfrankreich hindurch zum Erfolg führen müssen. Damit habe man die französische Festungsfront entlang der Flüsse Mosel und Maas zwischen Verdun und Belfort westlich der deutsch-französischen Grenze nördlich umgehen können.

Erdacht habe diesen Plan ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1022 bis 1031. 

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Frankreichs Kriegsplan XVII sah vor, mit starken Kräften zwischen den Festungen Metz und Straßburg in das Innere des Reiches vorzustoßen. Wäre dies geglückt, hätte Mainz das deutsche Verdun werden können.

Von Dr. Elmar Heinz

Als der Rekrut Braunbeck im Oktober 1913 zum Infanterieregiment 117 einrückte (s. RWM 10, S. 657), konnte er bequem aus seinem Heimatort Zornheim in Rheinhessen die 20 km mit der Feldbahn bis nach Mainz fahren. Als er 1916 mit einem amputierten Bein heimkehrte, war sein Heimatort von 18 modernen betonierten Infanteriestützpunkten umgeben. Zornheim war der exponierteste Punkt der Selztalstellung geworden, die Mainz großräumig vor einem französischen Angriff schützen sollte.

Zornheim wirbt heute damit, die höchste weinanbauende Gemeinde Rheinhessens zu sein. Der Blick von hier ins Umland ist grandios und reicht bis zum Donnersberg auf der einen oder Frankfurt/Main auf der anderen Seite. Den taktischen Wert dieser überhöhten Stellung hatten um 1900 auch die militärischen Planer erkannt. Damals hatte die moderne Artillerie die alten engräumigen Festungsanlagen wertlos gemacht. Deshalb wurden ab 1904 ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1020 bis 1021. 

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 Frieden schaffen mit Maschinenwaffen - Wer sich in den 1980er Jahren besonders friedensbewegt geben wollte, der klebte die weiß-blaue Friedenstaube auf seine „Ente“. „Give peace a chance“. Die Ente hatte es nötig. Was mit Abiturienten und Jungstudenten so gemütlich schaukelnd auf der rechten Fahrspur der Autobahn klebte, war in Wirklichkeit Träger für Maschinenkanonen. 

Von Hagen Seehase

„An einem schönen Tag im Jahre 1959 kreuzt ein 27 000-Tonnen-Flugzeugträger vor der englischen Küste. Es ist die Bulwark, der Stolz der Marine Ihrer Majestät. An Bord sind Hunderte von Männern beschäftigt, sie trainieren geleitet durch Pfeifensignale. Die britische Admiralität übt das Ausschiffen per Luft. Das Ziel ist, Zielpunkte 150 km inland von den Flugzeugträgern zu erreichen. Solch eine Operation verlangt Material, das leicht und gleichzeitig sehr stark ist. In einer Reihe, am Ende des Flugdecks, nicht weit vom Startpunkt der Helikopter und der Marines im Kampfanzug warten 16 2CVs. Einer nach dem anderen werden sie an Helikopter untergehängt und auf ein Signal hebt jeder Hubschrauber seinen 2CV in die Luft. ... Am Ende der Luftreise, manchmal nach einer harten Landung, startet der harte Teil der Prüfung: der Landweg zum Ziel.

Die Royal Navy testete den 2CV und erprobte die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs und seine Haltbarkeit. Und der 2CV bestand den Test. So verdiente sich der 2CV einen Platz im Eliteverband der britischen Marine: den Royal Navy Commandos“. So enthusiastisch berichtete Ende der 1950er Jahre eine niederländische Zeitung von den Tests der Royal Navy mit dem 2CV.

Natürlich gab und gibt es in fast allen Armeen Fahrzeuge, die für den harten Feldeinsatz weder tauglich noch ursprünglich gedacht sind, vom selbstfahrenden Rasenmäher bis zum Müllwagen. Diese nur am Rande zu den Militärfahrzeugen zählenden Vehikel sind zur Aufrechterhaltung des täglichen Dienstbetriebes in Friedens-, aber auch in Kriegszeiten notwendig (und vor allem billiger als wirklich geländegängige Fahrzeuge). Militärisch wirken sie eigentlich nur durch die Lackierung und die taktischen Zeichen. 

Daneben gab es aber auch echte Militärversionen von echten Kultautos, deren Existenz einigen spezifischen technischen Details zu verdanken ist.

Französische Luftlandeeinheit erprobt die Ente erstmals. Die Groupement d´Hélicoptères de l´Aéronavale No 1 (GHAN-1) ...

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Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1072 bis 1075. 

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Frankreichs Armee, der ständige Spielball parlamentarischer Rivalitäten, war miserabel geführt, mit dem veralteten Lebel-Gewehr ausgerüstet, trug unzweckmäßige bunte Uniformen und kämpfte nach einer falschen Doktrin. Im Sommer 1914 schien sie ohne Chance auf einen Sieg. Dennoch gelang es ihr, den deutschen Vormarsch an der Marne zu stoppen – ein Wunder.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Deutschlands Außenpolitik in der „Zweiten Marokkokrise“ von 1911 löste in dem von sozialen Unruhen und Streiks paralysierten Frankreich ein nationales Erwachen aus. Militärische Paraden in der Öffentlichkeit, ein neues Dienstgesetz und vor allem die Doktrin der „Offensive um jeden Preis“ sollten die Moral von Armee und Nation heben und sie auf den kommenden Krieg einstimmen. Doch der vom Offensivgedanken geprägte Plan XVII, den der Generalstab im Frühjahr 1914 verabschiedete, beruhte auch auf rationalen Erwägungen. Gleichwohl führte er Frankreichs Armee sechs Monate später an den Rand einer Katastrophe.

Frankreichs Armee in tiefer Krise. Der Rücktritt General Alexis Auguste Hagrons von seinem Amt als Vizepräsident des Conseile supérieur de la Guerre (Csg) im Juli 1907 symbolisierte die tiefe Krise, in der sich Frankreichs Armee seit der „Dreyfus-Affäre“ (1894/99) und der Machtübernahme der Radikalsozialisten unter Èmil Combes (1902) befand. Es war ein Akt des Protestes gegen die fortgesetzten Kürzungen des Militärbudgets und die umstrittene Praxis der Regierung, Soldaten gegen die ausufernden Streiks in der Industrie einzusetzen.
Die miserable Besoldung von Offizieren und Ausbildern sowie die gewerkschaftliche Unterwanderung der Truppe hatten die Moral inzwischen auf einen beispiellosen Tiefpunkt sinken lassen. Befehlsverweigerungen und sogar Meutereien ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1014 bis 1019. 

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Klaus-Jürgen Bremm, RWM-Autor der ersten Stunde, stellt sein neues Buch über die Propaganda im Ersten Weltkrieg unter das Motto „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit“.

Er schildert hier ausführlich, wie die kriegführenden Staaten ihr jeweiliges Volk mit plakativen und sublimen Darstellungen zu vermitteln suchten, daß die eigene Sache gerecht und der Feind entweder niederträchtig und verabscheuenswürdig, oder aber übermäßig gefährlich sei. So sollte mit der „Waffe, die nicht tötet“, der Propaganda, die Bereitschaft der Massen gestärkt werden, Opfer an Leib, Leben und Eigentum zu bringen.

Bremm, Klaus-Jürgen: Propaganda im Ersten Weltkrieg. 
188 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen. Darmstadt 2013. Preis: 24,95 Euro.

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