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„Man straffe ihn biss ann das Blut“ – um das Richtschwert ranken sich zahlreiche Mythen. So soll eine Berührung des Schwertes vor Krankheiten schützen und kommendes Unheil abwenden. Das Henkersschwert selbst ist nebenbei auch ein besonders hochwertiges schmiedetechnisches Erzeugnis. Eines dieser Werkzeuge ist das Richtschwert von der Sonnenburg in Tirol.

Von Florian Messner

Die Sonnenburg südlich von Innsbruck (Tirol) sicherte den Brennerweg, eine der wichtigsten mittelalterlichen Heeresstraßen über die Alpen. Der Name der Burg leitet sich vom Althochdeutschen „Suona“ – Gericht, Urteil – ab. Die Sonnenburg war nämlich auch Gerichtssitz, der die Hohe Gerichtsbarkeit (auch Blutgerichtsbarkeit genannt) ausübte. Dort konnte der Richter also Urteile mit Verstümmelungen oder dem Tod als letzter Konsequenz aussprechen. Die spärlichen Überreste der Sonnenburg wurden im Zuge des Baues der Brennerautobahn Anfang der 1960er-Jahre komplett entfernt.

Schwert soll Delinquenten schnell töten. Das Landgericht Sonnenburg sprach zwar die Todesurteile aus, ausführen mußte sie aber der zuständige Henker. Nur er hatte das „Recht“ den Verurteilten das Leben zu nehmen oder sie zu verstümmeln. Für den Bereich des heutigen Bundeslandes Tirol war der Henker von Hall (östlich von Innsbruck) zuständig.

Das bekannteste „Werkzeug“, das der Henker dabei benutzte, war das Richtschwert. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 13 auf den Seiten 898 bis 903. 

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