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Gold, Gold, Gold –
und Blei ist auch dabei

Deutsche Sportler sind seit 1945 in einer Disziplin so erfolgreich wie in keiner anderen: dem Vorderladerschießen. Bei Welt- und Europameisterschaften stehen sie regelmäßig mit auf dem Siegertreppchen. Lesen Sie, was man unternehmen muß, um ganz vorne in der Deutschen Nationalmannschaft mitzuschießen und wie eine solche Meisterschaft abläuft.

Von Dr. Elmar Heinz

Die Ziele der M.L.A.I.C. sind klar definiert. Sie will „das öffentliche Interesse an alten Waffen dadurch fördern, indem diese in weitestgehend originalgetreuer Art und Weise geschossen werden„. Das liest sich gut. Zu diesem Zweck solle man alle Änderungen verhindern, die den Wert der alten Waffen mindern. Damit haben Vorderladersammler und -schützen eine Heimat. Was verbirgt sich nun hinter dem Kürzel M.L.A.I.C.?

Das 1971 gegründete „Muzzle Loaders Associations International Committe„ fördert nicht nur das reine Schießen, sondern auch den Erhalt dieses Kulturguts. Die Statuten des Kommitees werden noch deutlicher: Es sei klar, daß Teilnehmer an M.L.A.I.C.-Wettbewerben Sammler und Schützen sind, die die historischen Hintergründe ihrer Waffen genauso gut kennen wie die technischen Eigenheiten. Wörtlich: „Für reine Schützen ist kein Platz bei M.L.A.I.C.-Meisterschaften. Sie sollen ermuntert werden das zu lernen oder abzutreten„. Das kann man zwei- und dreimal lesen, ohne das Lächeln zu verlernen: kein reiner Leistungssport, Waffentechnik und -geschichte in einem.

Die M.L.A.I.C. fördert außerdem die Forschung über alte Waffen und Schießmethoden. Sie organisiert – fast nebenbei – Wettkämpfe, stellt Schießregeln auf und vergibt Meistertitel. ...

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 06 ab Seite 366

Die RWM-Depesche 06 können Sie im RWM-Kiosk bestellen.


China war für Spaniens Pistolenbauer lange Jahre ein hervorragender Markt; als er gesättigt war, mußten sie sich neue Kunden suchen. In den folgenden Jahren belieferten sie die spanische Polizei, die beiden verfeindeten Parteien des spanischen Bürgerkriegs, die Deutsche Wehrmacht und schließlich Länder der dritten Welt.
Von Leonardo M. Antaris
Übersetzung: Albrecht Simon

Der chinesische Markt hatte nach dem Ersten Weltkrieg spanische Kopien der langen Mauser-Pistole C 96 begierig aufgesaugt (vgl. RWM 03, S. 202ff.). Die Hersteller im spanischen Baskenland fertigten vor allem Pistolen mit der Möglichkeit, vollautomatisch zu schießen. Das war nicht sinnvoll, aber verkaufsfördernd.
Der nächste Schritt war, die Munitionskapazität der Pistolen zu erhöhen; Beístegui und Astra führten 20-Schuß-Pistolen ein. Anders als bei der Mauser, deren 20-Schuß-Griffstück aus einem Stück geschmiedet wurde, setzten Beístegui und Astra 10-Schuß-Verlängerungen per Schwalbenschwanz an das Standardgriffstück an. Gleichzeitig wurden nach dem Motto „größer ist besser“ die Läufe von 140 mm auf 180 mm verlängert. Eine Anzeige aus der Zeit läßt vermuten, daß zunächst Beístegui die 20-Schuß-Möglichkeit beim Modell H und später beim Modell MM 31 angeboten hat. Astra folgte jedoch auf dem Fuße und benannte ihre 20-Schuß-Pistole M 902.
Um diese riesigen Pistolen unterzubringen, gab es erhebliche Änderungen am Anschlagschaft.