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rwm-01-amerikanischer-buergerkrieg-europa-wahrnehmung-rezeption-kriegsbericht-erstatterEuropa nimmt den Bürgerkrieg nicht richtig wahr

Auf beiden Seiten der Front tummelten sich Kriegsberichterstatter der europäischen Mächte. Ihre Berichte erschienen den europäischen Hauptquartieren exotisch, aber nur selten lehrreich. Den Massenkrieg mit industrieller Grundlage erkannte man 1866 und 1870 noch nicht – das Erwachen aus dem romantischen Traum sollte deshalb im Jahr 1914 umso blutiger sein.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Kaum 50 Jahre nach dem Ende der Napoleonischen Kriege hatte die industrielle Revolution auch die scheinbar geordnete Welt der europäischen Militärs gründlich auf den Kopf gestellt. Was taugte noch angesichts der vernichtenden Feuerkraft weit reichender Infanteriewaffen die bewährte und mühsam eingebläute Kolonnentaktik? Welchen Wert besaßen kostspielige Festungen gegen die Durchschlagskraft moderner Explosivgeschosse und welche Rolle würde überhaupt die stolze Kavallerie mit ihren blitzenden Blankwaffen im Kugelhagel zukünftiger Gefechtsfelder spielen? Auf diese Fragen konnte zunächst nur theoretisch geantwortet werden. Krimkrieg und Amerikanischer Bürgerkrieg gaben dann erste Kostproben.

 Technische Neuerungen, aber wie damit umgehen? Für die Armeeführungen der europäischen Großmächte, von denen das Preußen des großen Friedrich sogar seit einem halben Jahrhundert keinen scharfen Schuß mehr abgefeuert hatte, lag es auf der Hand, sich über den Einfluß der neuesten Technologien auf das eigene brachliegende Handwerk an den aktuellen Brennpunkten der europäischen Politik zu orientieren. 

Nicht nur der Krimkrieg von 1853 bis 1856 hatte daher zahlreiche offizielle und inoffizielle Beobachter vor die umkämpfte Seefestung Sewastopol verschlagen. Schon nach den ersten blutigen Schlachten erregte der fünf Jahre später ausbrechende Amerikanische Bürgerkrieg das lebhafte Interesse der europäischen Heeresleitungen. Noch im Verlauf des Jahres 1862 trafen eine Reihe von ehrgeizigen, meist jungen Berufsoffizieren aus Europa auf dem transatlantischen Kriegsschauplatz ein. Sie verfolgten mit Erstaunen, wie sich eine gespaltene Nation aus Zivilisten in kürzester Frist in zwei gewaltige Heerlager verwandelte und mit nie für möglich gehaltener Konsequenz einen der brutalsten und verlustreichsten Kriege des 19. Jahrhunderts ausfocht.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 01 ab Seite 22.

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