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RWM 09_588Die Niederlage von Stalingrad wird auch auf die mangelhafte Versorgung der 6. Armee aus der Luft zurückgeführt. Lesen Sie, welche Erfahrungen man mit solchen Einsätzen gemacht hatte, wie groß der Bedarf war und welche Kräfte zum Lufttransport im Spätjahr 1942 zur Verfügung standen.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Herbe militärische Rückschläge der Deutschen Wehrmacht überschatteten die Feiern zum zehnten Jahrestag der nationalsozialistischen Machtergreifung am 30. Januar 1943. In Nordafrika hatte die Niederlage von Alamein den fluchtartigen Rückzug von Rommels Truppen nach Tunis ausgelöst, während die Landung der Angloamerikaner in Algerien die Achsenmächte erstmals mit dem Potential der amerikanischen Weltmacht konfrontierte. Demgegenüber aber wirkte die Agonie der 6. Armee in Stalingrad bereits wie ein Fanal des Unterganges. Für die lethargisch in den Ruinen und Kellern der einstigen Wolgametropole hausenden Soldaten mußte es wie eine Verhöhnung klingen, als ausgerechnet Reichsmarschall Hermann Göring aus dem fernen Berlin das Wort an sie richtete und mit hohlem Pathos ihr angebliches Opfer mit dem Untergang der antiken Spartaner an den Thermophylen verglich.

Sprach hier im Rundfunk nicht gerade jener Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe zu ihnen, dessen vollmundige Versicherung, die eingeschlossenen Divisionen durch seine Transportflieger allein versorgen zu können, einen rechtzeitigen Ausbruch aus dem Kessel überhaupt erst verhindert hatte? In Stalingrad kursierte in den vereisten Stellungen und Gefechtsständen längst das Gerücht vom Verrat der Luftwaffe und ihrem nie wieder gut zu machenden Verbrechen an den Soldaten der 6. Armee.

 

Tradiertes Bild: Versagen Görings und der Luftwaffe. Dieses Bild einer verantwortungslosen und zunehmend von Illusionen geprägten politischen Führung, die leichtfertig die Existenz von mehr als 20 Divisionen aufs Spiel gesetzt hatte, sollte sich nach dem Krieg zunächst weiter verfestigen. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 09 ab Seite 588. 

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