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RWM 09_592In dürren Worten liest man noch auf Grabsteinen „1942 vermißt“. Die meisten dieser Steine sind abgeräumt, die Erinnerung an die vielen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges verblaßt. Lebendig wird sie, wenn in einem alten Schrank Feldpostbriefe auftauchen. Wir werten für Sie einen Nachlaß aus, der den Weg nach Stalingrad beschreibt.

Von Dr. Elmar Heinz

In den ersten Monaten des Jahres 1943 enthielten viele Briefe zwischen weitgehend unbekannten Frauen im gesamten Deutschen Reich die bange Frage, ob die andere etwas vom Schicksal der eigenen Angehörigen wisse, die mit der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eingesetzt waren. Ebenso häufig war die traurige Antwort: Nein. Man wisse nichts. Der Briefverkehr sei abgerissen, die letzte Nachricht des Mannes stamme von Mitte oder Ende Dezember 1942. Solche bitteren Antworten erhielt auch Frau Heil aus dem südhessischen Langen. Sie war auf der Suche nach Informationen über ihren Sohn, der mit einer Kradmeldereinheit zuletzt in und um Stalingrad eingesetzt war. Über 40 Jahre später fand der Neffe den vergessenen Briefnachlaß; er zeigt beispielhaft den Weg des Heinz Heil bis zum Januar 1943 auf.

Solche Feldpostbriefe sind eine rar gewordene, aber wichtige Quelle ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 09 ab Seite 592. 

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