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Österreich-erste-republik-1918-1925

Aus dem alten Staatenverbund gelöst, mußte Österreich nach dem Willen der Sieger 1919 eigenständig bleiben. Völkerbundkredite stützten schließlich das hungernde Land.

Von Dr. Elmar Heinz

Die Bedrängnis des Staates Deutschösterreich Ende 1918 kann man vielleicht am besten verstehen, wenn man die Begehrlichkeiten seiner Nachbarn bedenkt. Dem Königreich Italien hatten die Westmächte 1915 versprochen, nach einem Sieg über Österreich-Ungarn mit Kroatien die gesamte Adriaküste zu erhalten. Italien hatte daraufhin seinen Verbündeten Österreich-Ungarn und Deutsches Reich 1915 den Krieg erklärt. Am Ende dieses verlustreichen Ringens sah sich das Land dann vor die vollendete Tatsache gestellt, daß Kroatien dem neuen SHS-Staat unter Führung Serbiens zugeschlagen wurde. Umso verbissener krallte es sich deshalb an die einzige verbliebene Beute: Südtirol. Ebenso versuchte der SHS-Staat, sein Gebiet in Steiermark und Kärnten möglichst nach Norden zu erweitern. Während im Süden Staaten an Österreichs Grenzen nagten, unternahmen dies im Norden und Osten Völker, die eigentlich zu diesem Staatenverband gehört hatten.

HGM-Zeltweg-Sonderaustellung-Fliegen-im-Ersten-Weltkrieg

Die Militärluftfahrtausstellung Zeltweg zeigt vom 26. April bis 20. Oktober 2013 die Sonderausstellung "Fliegen im Ersten Weltkrieg".

Die Sonderausstellung wird von 26. April bis 20. Oktober 2013 Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr gezeigt. Sie wird vom Heeresgeschichtlichen Museum Wien betreut, zu dem die Militärluftfahrtausstellung Zeltweg gehört.

Ort: Fliegerhorst Hinterstoisser (Hangar 8), 8740 Zeltweg (Steiermark). Tel: +43(0)50201-52-53597 oder 53596, Fax:+43(0)50201-52-17529 

1603 legten die Spanier mit dem Fort von Fuentes bei Colico am Comer See eine kleine Festung zur Sicherung ihrer Herrschaft an. General Bonaparte ließ das Fort nach 1796 zerstören.

Noch heute zeugen die Ruinen des Forts mit der überdimensionierten Kirche, die der heiligen Barbara geweiht war, vom Herrschaftsanspruch der allerkatholischsten Spanier im Herzogtum Mailand. Mit ihr sollten Graubündner und Venezianer aus dem Lande gehalten werden.

Das Fort wurde 1735 habsburgisch. Im Jahr 1785 erklärte Kaiser Josef II. es für militärisch nutzlos, elf Jahre später ließ der französische General Bonaparte es schleifen.

Der italienische Fersehsender RAI 5 zeigt einen Film, der die Anlage und die Geschichte des Forts erklärt. Für die, die der italienischen Sprache nicht mächtig sind: Die Bilder der Anlage und ihrer Umgebung sprechen für sich.

Klicken Sie oben auf das Bild, um zum Film zu gelangen. Gehen Sie in der Lombardischen Wochenschau zu Minute 24:55, hier beginnt der Film. Eine eigene Netzseite des Forte di Fuentes gibt in italienischer Sprache nützliche Hinweise für den Besuch der historischen Anlage. Die Betreiber beantworten E-Briefe in englischer Sprache.

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Das Eiserne Kreuz wandelte sich von seiner Stiftung 1813 bis zum Ende der Hohenzollernmonarchie im Jahre 1918 von einem rein preußischen Ehrenzeichen zu einem gesamtdeutschen, zu einem Nationalsymbol.

Von Dr. Frank Wernitz

Vor 200 Jahren rief der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) das Eiserne Kreuz ins Leben – die bis heute bekannteste deutsche militärische Tapferkeitsauszeichnung.

Die Stiftung am 10. März 1813.

Der vollständige militärische Zusammenbruch der preußischen Monarchie im Oktober 1806 leitete im Königreich eine Phase ein, die als „Krieg im Frieden“ bezeichnet werden kann. Durch die französische Besatzungspolitik begann bei den eher unpolitischen, lediglich zu Pflicht und Gehorsam erzogenen mittleren und niederen Bevölkerungsschichten ein Stimmungswandel. Die Begriffe „Freiheit, Ehre, Vaterland“ führten nach und nach zu einer kollektiven Identitätsbildung. Dem Bekenntnis zur Nation und zum Nationalstaat kam allmählich der Vorrang zu; aus einer Denkkategorie wurde ein Handlungsziel.

 

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Hundert Jahre nach dem Beginn der Befreiungskriege hatte sich 1913 auch in der Welt des Soldaten vieles getan. Der rasante Fortschritt der Waffentechnik wirkte sich auf die Uniformen und persönliche Ausrüstung in diesem letzten, glücklichen Friedensjahr 1913 aus – dem Jahr vor dem Beginn des grauenvollen Ersten Weltkriegs.

Von Gerhard Ortmeier M.A.

Blickt man hundert Jahre nach dem Beginn der Befreiungskriege auf ein imaginäres Manöver- oder gar ein Schlachtfeld, so fällt eines sofort auf: zunächst sieht man fast gar nichts. Die Buntheit und Auffälligkeit der Uniformen, die ab dem 30jährigen Krieg (1618-1648) bis weit nach 1813 üblich waren und das Schlachtfeld bestimmten, sind fast gänzlich verschwunden. Bis auf einige Ausnahmen, wie etwa bei der französischen Armee, wurde der „Bunte Rock“ bei den Soldaten als Kampfanzug nicht mehr verwendet.

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Die Feiern konnten 1863 und 1913 verschiedener kaum ausfallen. Zu unterschiedlich war die Lage Deutschlands zum 50. und zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Mehr als 500 Feuer sollen es gewesen sein, die anläßlich des ersten Jahrestages der schicksalhaften Schlacht von Leipzig in der Nacht zum 19. Oktober 1814 den gesamten südwestdeutschen Raum illuminierten. Der kriegerische Korse weilte erst seit einem halben Jahr in seinem vorläufigen Exil auf der Insel Elba und schmiedete dort fieberhaft Pläne für seine Rückkehr auf die europäische Bühne. Derweil röteten vom Westerwald und vom Donnersberg her über den Taunus bis hin zum Odenwald Hunderte von Bränden den herbstlichen Himmel, in deren Schein sich Tausende von Menschen zu Tanz und Festessen eingefunden hatten.

 

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Die Hundertjahrfeiern der Völkerschlacht hatten gerade in Sachsen eine besondere Dimension; wie ambivalent das Jahr 1813 ausgerechnet in diesem Gliedstaat des Reiches zu betrachten war, erfahren Sie auf den folgende Seiten.

Von Michael Fröhlich M.A.

Als vom 16. bis 19. Oktober 1813 die Völkerschlacht tobte, befand sich der Regent, auf dessen Territorium die Schlacht stattfand, inmitten der Ereignisse in Leipzig. Nach der Entscheidung war Friedrich August I., König von Sachsen, Gefangener der antinapoleonischen Koalition. Der Sachsenkönig hatte dem Bündnis mit Napoleon bis zuletzt die Treue gehalten, mit dem Resultat, daß ein großer Teil des sächsischen Territoriums am Verhandlungstisch des Wiener Kongresses verloren ging. Sachsen hatte damit sämtliche Möglichkeiten auf eine Großmachtstellung in Mitteleuropa verspielt und versank endgültig in der Bedeutungslosigkeit deutscher Klein- und Mittelstaaten zwischen Preußen und Österreich.

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) zeigt bis zum 30. April 2013 eine Sonderausstellung über die Schlacht um Stalingrad im Winter 1942/43.

Das Museum zeigt hier Realstücke, die aus Stalingrad stammen, Feldpostbriefe, Waffen und Gerät sowie Wirkung und Wahrnehmung der Schlacht im geteilten Deutschland.

 

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Friede und Fortschritt waren im Jahr 1913 allgegenwärtig. Auf dem Balkan schien Ruhe eingekehrt. Glanzvolle Feiern in Berlin und Leipzig beschworen die Verbundenheit der europäischen Monarchien. Kultur und Technik gaben zu großen Hoffnungen Anlaß. 1913 war ein gutes Jahr – auf lange Zeit das beste dieses jungen 20. Jahrhunderts.

Von Dr. Elmar Heinz

Vergessen Sie den Ersten Weltkrieg. Versuchen Sie es. Versetzen Sie sich in das Jahr 1913. Es herrscht Friede. Von Spannungen hier und da liest man in den Zeitungen, doch keine scheint so groß zu sein, daß sie Ihre friedliche Welt bedrohen könnte. Der letzte Krieg, von dem Ihre Eltern oder Großeltern erzählen, liegt 42 Jahre zurück. Damals, 1870/71, wurde der Staat, in dem Sie geboren wurden, gegründet. Seitdem scheint es mit Ihrem Land nur bergauf zu gehen. Die Preise sind stabil, die Wirtschaft ist erstarkt, die Wissenschaft hat Mittel gegen bisher unheilbar scheinende Krankheiten erfunden, die Technik Entfernungen schrumpfen lassen. Sie können über den Atlantik telegraphieren und zuschauen, wie die dritte Dimension mit Luftschiffen und gar Flugzeugen erobert wurde. Es wird immer besser. Können Sie sich das vorstellen?

rwm_10_13Das Kaleidoskop der RWM-Depesche enthält neue Erkenntnisse zu den Umständen, unter denen Heinz Heil im Januar 1943 in Stalingrad zu Tode kam.

Im Kaleidoskop finden Sie außerdem aktuelle Ausstellungen, eine seltene Uniform aus dem Kaiserreich, den Bericht über einen Besuch in Haus Doorn, vergessene Feldpost und natürlich das letzte Wort.

Das Kaleidoskop finden Sie in RWM-Depesche 10 ab Seite 716. 

Die RWM-Depesche 10 können Sie im RWM-Kiosk online bestellen.


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